Bibliographie

Cover Buch Pussykiller

Pussykiller

"Bis morgen ist es noch lange hin", sagt Dominik. "Deine Wut wird sich nicht halten."
"Meine Wut hält sich immer!"

Paul ist 15 Jahre alt und lebt mit seinen streitenden Eltern im Osten Hamburgs. Gemeinsam mit seinen drei Freunden erkundet er das Leben durch die Augen von Teenagern, die Arbeitslosigkeit und brüchige Familienstrukturen kennen, die ahnen, dass die Zukunft für sie schwer werden wird, und die sich trotzdem nicht den Spaß an ihrer Jugend nehmen lassen. Sie sind die Söhne frustrierter Eltern, Einzelkinder und schwarze Schafe der Familie. Jeder einzelne von ihnen versucht, auf seine eigene Weise mit dem Leben fertig zu werden. Mal unverschämt, mal schüchtern und ängstlich, mal voller Wut reagieren sie auf die Einflüsse, die ihr Umfeld für sie bereit hält.

Da ist Tobi, der die Ablehnung seiner Mutter zu spüren bekommt, als sie sich für ihren neuen Freund entscheidet und gegen ihn. Da ist Dominik, der seine Freundin unerwartet schwängert und sie anschließend dazu bringt, das Kind abzutreiben. Da ist Marko, der für die meisten Menschen bloß Abneigung empfindet, weil er unter einem

gewalttätigen Vater aufwächst, und der einen Ausweg sieht, indem er kriminell wird. Und da sind all die anderen, die Freunde, Bekannten, Klassenkameraden, Mädchen, die von mehr träumen, und Jungs, die sich ihrer Situation nicht bewusst sind. Da sind auch die ohnmächtigen Lehrer, die Wochenendparty-Freaks und die Leute, die lieber wegkucken.

Es sind solche Umstände und Figuren, durch welche die Freundschaft der Jungen auf die Probe gestellt wird. In sehr kurzer Zeit brechen die Ereignisse über den Jungen zusammen und übrig bleiben Stücke, die sich nicht mehr ganz so leicht wieder zusammensetzen lassen.

Fester Einband, 352 Seiten, September 2009
Verlag Rogner & Bernhard

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